China schafft Exportbeschränkungen für Seltene Erden ab

Peking. China hat seine Exportbeschränkungen für Seltene Erden aufgehoben. Damit kommt das Land einem Urteil der Welthandelsorganisation (WTO) nach, berichten staatliche Medien am Montag. Das WTO-Schiedsgericht hatte im vergangenen Jahr entschieden, dass Peking mit der Ausfuhrquote gegen Regeln des freien Welthandels verstoße. Der Export der begehrten Rohstoffe setze eine den Handelsverträgen entsprechende Genehmigung voraus, die Ausfuhrmenge werde nicht beschränkt, teilte das Ministerium mit.

Aus China kommen über 90 Prozent der Seltenen Erden, die vor allem für den Bau von Elektrogeräten und Autos benötigt werden. Die Rohstoffe werden außerdem im Sektor der erneuerbaren Energien verwendet, zum Beispiel bei Windkraftanlagen und Batterien für Hybridautos. Peking hatte die Exportbeschränkungen damit begründet, seine Umwelt und natürlichen Ressourcen schonen zu wollen. Die WTO bemängelte hingegen, das Land horte die Rohstoffe für den eigenen Binnenmarkt.