Deutsche Umwelthilfe fordert Pfand auf Getränkekartons

Berlin. Um die Ökobilanz von Getränkekartons ist ein Streit entbrannt. Die Deutsche Umwelthilfe (DUH) fordert eine Pfandpflicht für Getränkekartons. Den Verbundkartons aus Pappe, Plastik und Aluminium müsse der Status als ökologisch vorteilhafte Verpackung aberkannt werden, sagte DUH-Bundesgeschäftsführer Jürgen Resch. Getränkekartons erfüllten heute nicht mehr die Kriterien, die eine solche Bewertung rechtfertigten, weil sie immer mehr aus Plastik und weniger aus Zellstoff bestünden. Die Recyclingquote sei mit 36 Prozent nur halb so hoch wie von den Herstellern angegeben. Die Analysen des Bundesumweltamts, die zur Pfandpflichtbefreiung geführt hatten, seien von einer Quote von 64 Prozent ausgegangen. Von den Verpackungsherstellern kam Widerspruch. Die Behauptungen seien falsch, hieß es.