Währungsfonds: Schwache Banken gefährden Finanzstabilität

Washington. Sechs Jahre nach Beginn der zurückliegenden globalen Finanzkrise sind viele Banken laut einer Analyse des Internationalen Währungsfonds (IWF) immer noch zu schwach. Vor allem in der Euro-Zone sei ein Großteil der Institute weiterhin nicht in der Lage, nachhaltig Kredite zur Stützung der Wirtschaft bereitzustellen, heißt es in einem Bericht der Organisation. Diese Kraftlosigkeit des Bankwesens gefährde weltweit die Finanzstabilität.

Der IWF untersuchte nach eigenen Angaben 300 große Banken in den Industrieländern. Insgesamt seien am Kapital gemessen 40 Prozent der Banken nicht zu einer volkswirtschaftlich angemessenen Kreditvergabe in der Lage. In der Euro-Zone hätten sogar 70 Prozent das Problem. Den Instituten gehe es durch Sanierungsmaßnahmen zwar meist gut genug, „um zu überleben“. Das reiche aber nicht.

„In vielen Ländern müssen die Banken Athleten sein, die die wirtschaftliche Erholung energisch unterstützen können“, erklärte der Leiter der IWF-Finanzmarktabteilung, José Viñals. Die Schwäche führt dem Währungsfonds zufolge dazu, dass sich Unternehmen benötigtes Geld auf andere Weise besorgen, etwa durch die Ausgabe von Anleihen an Investmentfonds.