Ritter Sport siegt im Schokostreit endgültig gegen Stiftung Warentest

München. Der Schokoladenhersteller Ritter Sport hat den Machtkampf mit der Stiftung Warentest um die schlechte Bewertung seiner Nussschokolade endgültig gewonnen. Vor dem Oberlandesgericht München scheiterten die Tester am Dienstag mit dem Versuch, ein früheres Urteil gegen sie aufheben zu lassen. Somit darf die Stiftung Warentest in ihrem Schokoladentest Ritter Sport weiterhin keine irreführende Kennzeichnung eines Vanillearomas vorwerfen.

In dem Test hatten die Prüfer der Ritter-Sport-Tafel die Note „Fünf“ gegeben, weil sie das Aroma Piperonal enthalte, das künstlich hergestellt worden sei, was Ritter Sport bestreitet. Der Hersteller hatte eine einstweilige Verfügung gegen die Behauptung erreicht. Seitdem ist die Passage im Testbericht geschwärzt – so muss es laut Oberlandesgericht nun auch bleiben. Ob das Aroma tatsächlich natürlich ist oder chemisch hergestellt sei, konnte das Gericht allerdings nicht klären.