2500 Menschen protestieren gegen Stellenabbau bei WMF

Geislingen. Hand in Hand gegen Stellenstreichungen: Mit einer Menschenkette haben rund 2500 Demonstranten gegen den Jobabbau beim Küchenhersteller WMF protestiert. Sie kreisten am Sonnabend die Fabrik am Stammsitz in Geislingen (Kreis Göppingen) ein. Die Proteste richteten sich vor allem gegen die Konzernführung und den Großaktionär, den Finanzinvestor KKR.

Die IG Metall hatte aus Solidarität mit den Beschäftigten von WMF und den Tochterfirmen zu der Aktion aufgerufen. Die Demonstranten kamen mit Transparenten, Trillerpfeifen und roten Luftballons zum Werk. „KKR zerstört deutsches Handwerk“ und „Herkunft braucht Zukunft“ war auf den Protestschildern zu lesen. Der US-amerikanische Finanzinvestor hält gut 70 Prozent der WMF-Stammaktien. Bei WMF sollen wegen des Konzernumbaus 700 Arbeitsplätze abgebaut und jährlich 30 Millionen Euro gespart werden sowie Filialen schließen. Insgesamt beschäftigte die Firma rund 6100 Mitarbeiter. Ein Sprecher der IG Metall sagte, es sollten Perspektiven für die Mitarbeiter und eine Beschäftigungssicherung erreicht werden.