Verbraucherschutz warnt vor virtueller Amazon-Währung

Düsseldorf. Verbraucherschützer raten zur Vorsicht bei der Nutzung sogenannter Amazon Coins. Beim Bezahlen von Apps oder Handyspielen mit dieser virtuellen Währung des Online-Versandhändlers lauerten versteckte Gefahren, warnte die Verbraucherzentrale (VZ) Nordrhein-Westfalen. Im Verhältnis eins zu eins können Kunden bei Amazon reale Euro-Cent gegen die virtuelle Währung tauschen und so ihr Coin-Konto auffüllen. Bezahl-Apps oder kostenpflichtige Zusatzfunktionen beim Handyspiel lassen sich dann mit einem Click per Amazon Coin begleichen. Der Umtausch von Cent in Coins ist nur im Paket möglich, angeboten werden Pakete zwischen fünf und 100 Euro.

Die angebotenen Coin-Pakete aber passten nicht zu den meist krummen Preisen der Apps, die damit bezahlt werden können, sodass immer Restsummen übrig blieben, kritisierten die Verbraucherschützer. Vom Rücktausch von Coins in echtes Geld sei auf den Hilfeseiten bei Amazon „nichts zu lesen“. Beim Kauf der Coins in der virtuellen Wechselstube gibt es je nach Paketgröße Rabatte. Zudem gibt Amazon beim Kauf bestimmter Geräte Extramünzen hinzu.