IG Metall droht mit Warnstreiks in der Stahlindustrie

Düsseldorf. Im laufenden Tarifstreit in der nordwestdeutschen Stahlindustrie mit ihren etwa 75.000 Beschäftigten droht die IG Metall für die kommende Woche mit Warnstreiks. „Wir sind arbeitskampfbereit ab Dienstag null Uhr“, sagte der nordrhein-westfälische IG-Metall-Chef und Verhandlungsführer der Gewerkschaft, Knut Giesler. Von den geplanten Aktionen könnten Stahlstandorte von Bremen über Niedersachsen bis Duisburg betroffen sein, wenn von den Arbeitgebern bei der dritten Verhandlungsrunde am kommenden Montag kein akzeptables Angebot vorgelegt werde.

Die IG Metall fordert fünf Prozent mehr Geld sowie eine Fortführung der Beschäftigungssicherung und des Altersteilzeittarifvertrags mit Anpassung an die Rente mit 63. Darüber hinaus setzt sie sich für eine Eindämmung von Verträgen auf Leiharbeitsbasis ein. Die Arbeitgeber hatten auch in der zweiten Runde unter Hinweis auf noch ungeklärte Fragen bei den Forderungen kein Angebot vorgelegt.