Philips verkauft seine Unterhaltungselektronik an US-Konzern

Amsterdam. Philips hat für sein Geschäft mit Unterhaltungselektronik bei einem neuen Anlauf endlich einen Käufer gefunden. Nachdem ein erster Versuch einer Veräußerung nach Japan gescheitert war, präsentieren die Niederländer nun in Nordamerika einen neuen Besitzer für die Sparte. Wie der Konzern am Montag mitteilte, zahlt das US-Unternehmen Gibson Brands 135 Millionen Dollar (knapp 98 Millionen Euro) sowie eine nicht genannte Lizenzgebühr über zunächst sieben Jahre, um etwa Kopfhörer, Lautsprecher oder MP3-Spieler der Marke Philips zu verkaufen. Allerdings steht die Zustimmung der Wettbewerbshüter noch aus. Geben sie grünes Licht, soll das Geschäft in der zweiten Jahreshälfte über die Bühne gehen.

Philips-Chef Frans van Houten hatte schon vor einer Woche gesagt, dass der Konzern eine Reihe neuer Interessenten an der Hand habe und mit einem Abschluss noch in diesem Jahr rechne. Im Herbst 2013 war ein Verkauf der Sparte, die unter dem Namen Woox Innovations rund 1900 Mitarbeiter beschäftigt, an den japanischen Funai-Konzern gescheitert. Funai sei vertragsbrüchig geworden, hieß es damals. Mit dem Geschäft hatte Philips 150 Millionen Euro zuzüglich Lizenzgebühren einspielen wollen.