China und EU beenden Streit im Weinhandel

Brüssel. Am Vorabend der Europareise des chinesischen Staatschefs Xi Jinping legen die EU und China ihren Handelsstreit um Wein bei. Die chinesischen und europäischen Weinverbände Cada und Ceev hätten sich gütlich geeinigt, teilten Ceev und die EU-Kommission am Freitag in Brüssel mit. Die chinesische Seite ziehe ihre Beschwerden zurück. Die EU-Kommission hatte die Vorwürfe stets zurückgewiesen. Die Pekinger Behörden waren dem Verdacht nachgegangen, dass europäische Hersteller die Preise drückten (Dumping) und von unerlaubten staatlichen Subventionen profitierten.

China hatte die Untersuchungen im Sommer begonnen, nachdem die EU Strafzölle auf chinesische Solarpaneele verhängt hatte. „Ich erwarte, dass dieser Fall jetzt formell beendet wird, sodass die EU-Weinindustrie weiterhin ihre Qualitätsprodukte nach China exportieren kann“, erklärte EU-Handelskommissar Karel De Gucht. EU-Agrarkommissar Dacian Ciolos zeigte sich ebenfalls erfreut: „Ich begrüße die freundschaftliche Lösung, die beide Industrien gefunden haben. (...) Das sind sehr gute Neuigkeiten.“ Der chinesische Weinmarkt ist laut EU-Kommission in den vergangenen sechs Jahren stark gewachsen. Die EU hat im vergangenen Jahr Wein im Wert von 764 Millionen Euro nach China exportiert.