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Philips trennt sich komplett von seiner Fernsehsparte

Vor zwei Jahren startete TP Vision als Gemeinschaftsunternehmen von Philips und TPV aus Taiwan. Damals behielt der niederländische Elektronikkonzern die Kontrolle über 30 Prozent des defizitären Geschäfts, die jetzt verkauft werden. Es ist ein Rückzug in Raten: Schon 2004/2005 hatte Philips seine Monitorfertigung an TPV veräußert. Zukünftig setzt Philips neben dem Geschäft mit Gesundheits- und Medizintechnik verstärkt auf LED-Beleuchtung. Das Geschäft mit TPV soll Mitte diesen Jahres abgeschlossen werden. In Hamburg sind bei TP Vision rund 110 Mitarbeiter beschäftigt. Die Logistik hatte TPV zuletzt am Produktionsstandort in Polen konzentriert, sodass in der Hansestadt rund 20 Arbeitsplätze weggefallen waren. Zunächst solle die Zahl der Beschäftigten an der Elbe aber stabil bleiben, sagte Fabien Roth, TP-Vision-Chef für Deutschland, dem Abendblatt. Grundsätzlich bleibt der TV-Markt aber risikoreich: Es sind hohe Investitionen in immer neue Technologien nötig, um dem Preiskampf entgehen zu können. TPV schlägt sich hier indes ganz gut: Der Konzern ist weltweit größter Hersteller von Monitoren.