Wirtschaft in Euro-Ländern nimmt Fahrt auf

Straßburg. Die Konjunktur im Euro-Raum kommt nach Jahren der Krise langsam in Schwung. Die Wirtschaft in den 18 Euro-Staaten wird nach Einschätzung der EU-Kommission im laufenden Jahr um 1,2 Prozent wachsen, das sind 0,1 Punkte mehr als bisher angenommen. Für 2015 wird ein Plus von 1,8 Prozent erwartet, das sind ebenfalls 0,1 Punkte mehr. Die Konjunktur in Europa fasse Tritt, bilanzierte EU-Währungskommissar Olli Rehn am Dienstag. 2013 war die Euro-Wirtschaft um 0,4 Prozent geschrumpft.

„Die Stärkung der Binnennachfrage in diesem Jahr dürfte uns zu einem ausgewogeneren, nachhaltigeren Wachstum verhelfen“, so der liberale Finne. Die Arbeitslosigkeit sei nach wie vor hoch. Rehn forderte die Mitgliedstaaten auf, auf Reformkurs zu bleiben, um den Aufschwung zu stärken und mehr Arbeitsplätze zu schaffen.

„Das größte Abwärtsrisiko für die Wachstumsaussichten ist ein erneuter Vertrauensverlust, zu dem es kommen könnte, wenn die Reformen auf nationaler oder auf europäischer Ebene ins Stocken geraten“, berichtete Rehn. Die Kommission warnte auch davor, dass „eine auf Dauer extrem niedrige Inflation“ Risiken bergen könnte. Die Möglichkeit einer EU-weiten Deflation werde jedoch als äußerst gering eingestuft. Bei einer Deflation kommt bei anhaltend sinkenden Preisen eine gefährliche Abwärtsspirale in Gang, bei der Verbraucher und Unternehmen in Erwartung weiter fallender Preise sich bei Käufen und Investitionen zurückhalten.