Hamburg Messe

Umsatzrekord erwartet - CCH-Umbau startet wohl 2017

Die Hamburg Messe legt ihre Jahresbilanz vor. Für dieses Jahr wird ein Umsatzrekord erwartet. Der Umbau des CCH soll 2017 starten und soll rund 194 Millionen Euro kosten.

Hamburg. Der Hamburger Messechef Bernd Aufderheide blickt voller Zuversicht ins laufende Jahr. „Wir erwarten 2014 das stärkste Jahr in unserer Geschichte.“ Angesichts neuer Messen soll der Umsatz der Hamburg Messe und Congress (HMC) auf einen Rekordwert von 94,7 Millionen Euro steigen. Zu dem Zuwachs trägt insbesondere die WindEnergy bei, zu der rund 1000 Aussteller der internationalen On- und Offshore-Windindustrie und 40.000 Fachbesucher erwartet werden.

Zudem konnte die Messegesellschaft die Deutsche Lufthansa als neuen Kunden gewinnen, die in diesem Jahr ihre Hauptversammlung (HV) im CCH veranstaltet. Die Airline ist neben Beiersdorf der zweite DAX-Konzern, der seine HV in der Hansestadt abhält. „Dies ist zugleich eine prominente Stärkung des Luftfahrtstandortes Hamburg“, sagte Aufderheide. 2015 werde Hamburg außerdem Treffpunkt der internationalen Elite der Medienbranche – bei der World Publishing Expo 2015.

Das abgelaufene Jahr bezeichnete Aufderheide als „ordentlich“. Traditionell sind ungerade Jahre bei dem städtischen Unternehmen die schwächeren Jahre, da wichtige Messen wie die Schiffsmesse SMM nur alle zwei Jahre stattfinden – und zwar in den geraden Jahren. So lag der Umsatz der HMC 2013 bei 56,9 Millionen Euro, nach 94,7 Millionen im Vorjahr, das operative Ergebnis bei 1,8 Millionen Euro, nach 16,8 Millionen Euro. Der Jahresfehlbetrag wurde mit 33,1 Millionen Euro (Vorjahr: minus 11,5 Millionen) ausgewiesen. Hintergrund für die Verluste seien hohe Kosten für Zinsen und Immobilienleasing, die das Unternehmen belasten, sagte die Geschäftsführerin Ulla Kopp. Dennoch hofft das Führungsduo: „2016 wollen wir erstmals eine ausgeglichene Null erzielen.“

Die Vorbereitungen zum Umbau des renovierungsbedürftigen CCH sind unterdessen in vollem Gang. 2017 soll mit den Bauarbeiten begonnen werden, die voraussichtlich bis Ende 2018 andauern. Das Congress Centrum Hamburg (CCH) wird in dieser Zeit nicht als Veranstaltungsraum zur Verfügung stehen. Geplant sind grundlegende Umbauten, die rund 194 Millionen Euro kosten sollen. Derzeit laufen die Entwurfsplanungen für die 13,5 Millionen veranschlagt sind, der Architektenwettbewerb soll Ende Februar abgeschlossen sein. Spätestens Anfang 2015 sollen Senat und Bürgerschaft über die Konkretisierung entscheiden. Die Messe wird künftig als Betreiber des CCH fungieren, der Bau wird von der Stadt bezahlt. Generell sei ein Kongressbetrieb nicht kostendeckend zu führen, sagte Aufderheide. Es finanziere sich über volkswirtschaftliche Effekte. So gaben die 196.000 Kongressteilnehmer 2013 im Schnitt je rund 436 Euro in der Hansestadt aus – also rund 85 Millionen Euro im Jahr. Langfristig will die Messe auf hochwertige Veranstaltungen rund um die Wirtschaftscluster der Stadt setzen – wie Luftfahrt, Maritimes, Logistik und Gesundheit. Ihren Strom bezieht die Messe von Hamburg Energie und damit ausschließlich aus erneuerbarer Energie. Eine eigene Stromerzeugung auf dem Gelände durch Solarenergie sei aber nicht geplant, so Aufderheide: „Das halten unsere Dächer nicht aus.“