Bundesbank schlägt Vermögensabgabe für Krisenländer vor

Frankfurt. Im Fall einer drohenden Staatsinsolvenz sollten Krisenländer aus Sicht der Deutschen Bundesbank künftig einmalig eine Vermögensabgabe erheben. Anstatt Hilfen der Partnerländer im Euro-Raum zu beantragen, könnten klamme Staaten spätestens bei drohender Überschuldung zuerst das Vermögen ihrer Steuerzahler anzapfen, schlägt die Bundesbank in ihrem Monatsbericht vor, der am Montag veröffentlicht wurde. Schließlich sei die Haftung für Verbindlichkeiten anderer Mitgliedsstaaten nach geltenden Regeln weitgehend ausgeschlossen. „Hilfsprogramme, die von den Steuerzahlern anderer Mitgliedsstaaten finanziert werden, sollten nur im Ausnahmefall“ zum Einsatz kommen.