Textilhersteller lassen Arbeitsbedingungen in Asien prüfen

Düsseldorf. Nach der zunehmenden Kritik an den verheerenden Arbeitsbedingungen in asiatischen Textilfabriken lassen mehrere deutsche Hersteller die Produktionsbedingungen ihrer Zulieferer prüfen. Etwa ein Drittel der 360 deutschen Bekleidungshersteller habe die Überprüfung durch unabhängige Organisationen veranlasst, berichtete der Industrieverband German Fashion. Auch eigenes Engagement in den asiatischen Produktionsbetrieben sei sehr verbreitet, sagte Geschäftsführer Thomas Rasch.

Der Verband vertritt vor allem mittelständische Betriebe, die nicht im Billigsektor fertigen lassen. Keine Mitgliedsfirma habe in den von Katastrophen betroffenen Fabriken in Bangladesch produzieren lassen, sagte German-Fashion-Präsident Gerd Oliver Seidensticker. „Wir wollen zeigen, dass wir proaktiv sind.“

Die wirtschaftliche Lage der deutschen Bekleidungsindustrie hat sich Seidensticker zufolge zum Jahresende 2013 verbessert: „Wir schließen mit einem guten Umsatzplus.“ Die Einnahmen lagen bei rund zwölf Milliarden Euro – 2,4 Prozent mehr als 2012. Für 2014 erwarten die Unternehmen ein Plus von 3,75 Prozent.