Lebensmittel dürften auch 2014 teurer werden

Berlin. Die deutschen Bauern gehen angesichts kräftiger weltweiter Nachfrage optimistisch ins Jahr – für die Verbraucher könnten Nahrungsmittel aber erneut teurer werden. „Die Stimmung in der Landwirtschaft ist verhalten positiv“, sagte Bauernpräsident Joachim Rukwied vor der Agrarmesse Grüne Woche in Berlin, die an diesem Freitag beginnt. In der Hauptstadt präsentieren sich 1650 Aussteller, so viele wie seit 15 Jahren nicht.

Die deutsche Ernährungsindustrie erwartet eine weitere Belebung des Geschäfts, allerdings vor allem getragen von Exporten. Wachstum könnten Lebensmittelhersteller nur noch im Ausland erzielen, sagte Verbands-Hauptgeschäftsführer Christoph Minhoff. Für dieses Jahr peilt die Branche ein Umsatzplus von vier Prozent an. Im vergangenen Jahr waren die Erlöse um drei Prozent auf 174,5 Milliarden Euro gestiegen. Um Inflationseffekte bereinigt waren es plus 0,4 Prozent.

Supermarktkunden müssen sich aus Branchensicht weiterhin auf steigende Preise einstellen. „Wir gehen eher nicht von sinkenden Preisen aus“, sagte Minhoff. Eine konkrete Prognose gab er nicht. Laut Bauernverband stiegen die Lebensmittelpreise 2013 um rund vier Prozent und damit stärker als die allgemeinen Verbraucherpreise.

Der neue Bundeslandwirtschaftsminister Hans-Peter Friedrich ermunterte die Bauern zu Investitionen in höhere Tierhaltungsstandards. „Die Nachfrage beim Verbraucher ist da“, sagte der CSU-Politiker ein Jahr nach Einführung eines neuen Siegels des Tierschutzbunds für Hühner- und Schweinefleisch.