Strecken für Fernbusse verdreifacht

Frankfurt. Ein Jahr nach der Marktöffnung können die Fernbusunternehmen in Deutschland auf ein starkes Wachstum verweisen. Ein dreifach vergrößertes Reiseangebot und doppelt so viele feste Linien wie ein Jahr zuvor gibt es bereits. Kunden insbesondere in den großen und mittleren Städten haben die Wahl für ein neues Verkehrsmittel, das zwar in den meisten Fällen deutlich langsamer ist als die Bahn, aber eben auch preisgünstiger. 5100 innerdeutsche Fernbusfahrten finden mittlerweile pro Woche statt, hat die Berliner Wirtschaftsberatung IGES zusammengezählt. Das sind mehr als dreimal so viele wie noch im Januar und sie werden von einer Vielzahl konkurrierender Unternehmen angeboten.

Um den noch neuen Markt streiten sich neben dem bisherigen Platzhirschen Bahn unter anderem das kapitalstarke Duo ADAC/Deutsche Post, der europäische Branchenriese National Express (city2city) sowie Start-ups wie Flixbus, Dein Bus und Mein Fernbus. Nach Meinung des Bundesverkehrsministeriums dürften nach dem kommenden Jahr kaum noch weitere Linien hinzukommen. „Das Wachstum wird an Fahrt verlieren, denn das Netz wächst nicht unendlich“, sagt IGES-Experte Christoph Gipp.