Feuerwerkshersteller erwarten leichtes Umsatzplus

Nürnberg/Ratingen. Die Hersteller von Feuerwerkskörpern rechnen nach einem Umsatzschub 2012 für dieses Jahr erneut mit Zuwächsen. „Wenn das Wetter mitspielt, könnten wir den Vorjahresumsatz von 124 Millionen Euro vielleicht noch steigern“, sagte der Geschäftsführer des Verbands der pyrotechnischen Industrie (VPI), Klaus Gotzen.

Im vorigen Jahr hatte die Branche zunächst mit einem stagnierenden Umsatz von 115 Millionen Euro gerechnet, dann aber überraschend ein Umsatzplus von knapp acht Prozent verzeichnet. Seit Sonnabend dürfen Raketen und Böller für das alljährliche Silvesterfeuerwerk wieder bundesweit im Handel angeboten werden.

Grund für die seit Jahren anhaltenden Zuwächse der Feuerwerkshersteller sind nach Gotzens Angaben die neu entwickelten Batterie- und Verbundfeuerwerke. „Die Unternehmen haben dadurch zusätzliche Kunden gewonnen“, berichtete der Verbandschef. Die Batteriefeuerwerke hätten den Vorteil, dass mit einer Zündung gleichzeitig oder nacheinander gleich mehrere Raketen in den nächtlichen Himmel geschossen würden.

Obwohl die Neuentwicklungen die Gefahren verringert hätten, rät der Verband dennoch zum vorsichtigen Umgang mit Feuerwerkartikeln. So sollte nur von der Bundesanstalt für Materialprüfung (BAM) zugelassenes Feuerwerk in der Silvesternacht abgefeuert werden. Zu erkennen sei dies am BAM-Prüfzeichen.

Auch sollten Raketen unter keinen Umständen von Balkonen von Wohnhäusern abgeschossen werden. Fenster und Türen sollten in der Silvesternacht grundsätzlich geschlossen bleiben. Auch gehörten Feuerwerkskörper nicht in Hosen oder Jackentaschen. Sollten Batteriefeuerwerke beim ersten Versuch nicht zünden, dürften sie wegen der Gefahr von Spätzündungen nicht sofort, sondern erst mindestens 15 Minuten später per Ersatzzündschnur gezündet werden, heißt es beim Verband der pyrotechnischen Industrie.