Einigung im jahrelangen Streit um Rhön-Kliniken

Bad Neustadt. Der erbitterte Streit um den Verkauf eines Großteils der Rhön-Krankenhäuser an den Medizinkonzern Fresenius ist beigelegt. Der Klinikverbund Asklepios und der Medizintechnikkonzern B. Braun geben ihren Widerstand gegen die Transaktion auf, Braun zieht auch seine bereits eingereichte Klage zurück. Die drei Unternehmen hätten sich über ihre künftige Zusammenarbeit geeinigt, teilte Fresenius am Freitag mit. Um den Weg für das Geschäft endgültig freizumachen, fehlt allerdings noch die Zustimmung des Kartellamts.

Durch die Übernahme von 43 Rhön-Kliniken durch Fresenius für drei Milliarden Euro entstünde der mit Abstand größte private Krankenhausbetreiber Deutschlands. B. Braun und Asklepios – die zusammen inzwischen mehr als 20 Prozent an Rhön halten – hatten sich gegen das Geschäft gestemmt, weil sie um ihre Marktposition fürchteten. Jetzt kommt Fresenius ihnen entgegen. Die Krankenhaussparte Helios schließt einen langfristigen Rahmenliefervertrag mit B. Braun. Der Hamburger Klinikbetreiber Asklepios wiederum wird drittes Gründungsmitglied des Netzwerks Medizin, das Fresenius und Rhön als Teil ihres Deals planen. Dort würden die drei privaten Klinikbetreiber als gleichberechtigte Partner zusammenarbeiten.