EU-Kommission genehmigt Hilfen für slowenische Banken

Brüssel/Ljubljana. Die EU-Kommission hat Slowenien zur Sanierung seiner in Schieflage geratenen Banken staatliche Milliardenkredite genehmigt. Die drei größten Banken, die Nova Ljubljanska Banka (NLB), die Nova Kreditna Banka Maribor (NKBM) und die Abanka, erhalten damit frisches Kapital in Höhe von knapp drei Milliarden Euro. Mehr als 700 Millionen Euro an Hilfen waren bereits in den Vorjahren geflossen. Daneben werden nach den von der Kommission genehmigten Plänen von diesen Geldinstituten faule Kredite in Höhe von rund 3,5 Milliarden Euro in eine neu geschaffene Bad Bank verschoben. Die drei Banken decken zusammen rund die Hälfte des Marktes in Slowenien ab. Für die Abwicklung von zwei weiteren Banken wurde eine Milliardenhilfe zugelassen.

Als Reaktion auf die EU-Entscheidung fiel die Rendite für zehnjährige slowenische Staatsanleihen erstmals seit Mitte März knapp unter fünf Prozent. „Das Vertrauen in die Banken wird gestärkt“, sagte EU-Wettbewerbskommissar Joaquín Almunia: „Die vorgesehenen Maßnahmen werden sicherstellen, dass die slowenische Wirtschaft auf einen lebensfähigen und gesunden Bankensektor zählen kann.“