Opel dämmt Verluste ein, stoppt aber in Eisenach für fünf Tage Produktion

Detroit. Der scharfe Sparkurs bringt die Opel-Mutter General Motors in Europa langsam wieder in die Spur. Der weltweit zweitgrößte Auto-Hersteller nach Toyota und vor VW teilte am Mittwoch mit, dass der operative Verlust auf dem alten Kontinent im dritten Quartal überraschend kräftig um mehr als die Hälfte auf 214 Millionen Dollar (155 Millionen Euro) gesunken sei. Im Jahr lag das Minus noch bei 487 Millionen Dollar. Zudem fuhr das Unternehmen aus der Auto-Metropole Detroit in Europa erstmals seit zwei Jahren wieder ein Umsatzplus ein. Die Verluste in dem seit Jahren kriselnden Geschäft sind eine große Sorge der GM-Aktionäre. Entsprechend positiv fiel die Reaktion an der Börse aus: GM-Aktien verteuerten sich um fast drei Prozent.

Seit 13 Jahren hat der Konzern in Europa durchgehend rote Zahlen geschrieben. Nun hat GM die Kosten aber um 400 Millionen Dollar gesenkt und damit den Verlust stärker eingrenzen können, als dies Analysten erwartet hatten. Die Amerikaner wollen unter anderem das Opel-Werk in Bochum Ende 2014 schließen. Dadurch fallen mehr als 3000 Stellen weg. GM-Finanzchef Dan Ammann sagte, der Konzern sei auf Kurs, bis Mitte des Jahrzehnts die Gewinnschwelle in Europa zu erreichen.

Die gesunkene Kleinwagen-Nachfrage in Südeuropa sorgt allerdings für einen Produktionsstopp in Eisenach. Das Band, auf dem im Mix der Kleinwagen Corsa und das neue Stadtauto Adam produziert werden, soll vom 11.November an für fünf Tage stillstehen, sagte ein Sprecher.