TUI-Chef wünscht sich Börsengang von Hapag-Lloyd im Herbst 2014

Hamburg. Der neue Chef beim Reisekonzern TUI will den lange geplanten Börsengang der Hamburger Containerreederei Hapag-Lloyd beschleunigen. Sobald das Börsenumfeld und die Geschäftsentwicklung es möglich machten, sollten die Anteile öffentlich angeboten werden, sagte der Tui-Vorstandsvorsitzende Friedrich Joussen vor dem „Club Hamburger Wirtschaftsjournalisten“.

Dazu müssten nicht zwei oder drei gute Quartale abgewartet werden. Allerdings müsse zunächst der neue Hapag-Lloyd-Chef Rolf Habben-Jansen Mitte nächsten Jahres seinen Job antreten. Dann könne im Herbst der Börsengang folgen. Mit einem scheidenden Vorstandschef sei ein erfolgreicher Börsengang nicht zu machen.

Der Reisekonzern hält 22 Prozent an Hapag-Lloyd und will sich von diesen Anteilen seit langem trennen. „Ich brauche die nicht, das zählt nicht zu unserem Kerngeschäft“, sagte Joussen. Er stehe aber nicht unter Verkaufsdruck und werde die Aktien nicht unter Wert verkaufen. Weitere Anteilseigner sind die Stadt Hamburg mit 37 Prozent und der Logistik-Unternehmer Klaus-Michael Kühne mit 28 Prozent. Die Stadt will mittelfristig wieder aussteigen oder ihre Anteile verringern. Die genauen Pläne von Kühne sich unklar.