Verbände kritisieren Elb- und Weservertiefung als Geldverschwendung

Hamburg. Mehrere Umweltverbände haben die geplante Elb- und Weservertiefung als massive Geldverschwendung kritisiert. Insgesamt könnten rund 570 Millionen Euro eingespart werden, sollten die Häfen Hamburg, Bremerhaven und der JadeWeserPort Wilhelmshaven zusammenarbeiten, so Hamburgs WWF-Vorsitzende Beatrice Claus. „Es gibt keine koordinierte Hafenplanung“, bemängelte sie unter Hinweis auf ein Gutachten des Instituts für ökologische Wirtschaftsforschung.

Die im Auftrag des BUND, des Nabu und des WWF erstellte Expertise kommt zu dem Schluss, dass bei einem Verzicht auf das Ausbaggern von Elbe und Weser allein 343 Millionen Euro Bundesmittel frei würden, die etwa in die Sanierung des Nord-Ostsee-Kanals gesteckt werden könnten. Hamburg möchte die Elbe tideunabhängig für Schiffe mit einem Tiefgang von bis zu 13,50 Meter befahrbar machen. Mit der Flut ein- und auslaufen sollen somit Schiffe mit einem Tiefgang von bis zu 14,50 Meter können.

( (dpa) )

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