Flugsicherung verhindert Windkraftanlagen

Kiel. Investitionen von einer Milliarde Euro liegen nach Angaben von Karl Detlef, Geschäftsführer mehrerer Windkraftanlagen, im Kreis Ostholstein auf Eis. Geplante Windkraftanlagen könnten nicht errichtet werden, weil die Deutsche Flugsicherung (DFS) ihre Genehmigungspraxis seit dem Frühjahr rigide verschärft habe, sagte Detlef am Montag anlässlich eines Informationsgesprächs von Energieminister Robert Habeck (Grüne) mit Windanlagenbetreibern und Bürgermeistern in Eutin.

Habeck, der inzwischen Bundesumweltminister Peter Altmaier (CDU) um Unterstützung gebeten hat, übte massive Kritik an der bisherigen Praxis der DSF. „Die undifferenzierte Ablehnung von Windanlagen seitens der Flugsicherung, ohne anlagenspezifische Begründungen, ist nicht akzeptabel“, sagte Habeck. Notwendig sei „ein transparentes Verfahren, das Anlagenbetreibern so früh wie möglich erlaubt, abzuschätzen, ob Windmühlen gebaut werden können oder die Flugsicherung ihr Veto einlegt“. Bisher seien Stellungnahmen von DSF und Bundesaufsichtsamt für Flugsicherung (BaF) für potenzielle Windeignungsflächen zunächst nur sehr allgemein, sodass spätere Einschränkungen nicht daraus erkennbar seien, kritisierte Habeck.

( (dpa) )

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