Konjunkturflaute bereitet der Caravan-Branche Sorgen

Düsseldorf. Die deutschen Hersteller von Reisemobilen und Caravans bekommen die Konjunkturflaute in weiten Teilen Europas schmerzhaft zu spüren. Die Nachfrage nach Caravans ist in diesem Jahr dramatisch eingebrochen und auch bei Reisemobilen fährt die Branche im Rückwärtsgang. „Wir leiden unter den wirtschaftlichen Schwierigkeiten in Südeuropa“, sagte der Geschäftsführer des Caravaning Industrie-Verbandes (CIVD), Hans-Karl Sternberg, am Mittwoch vor Beginn des Caravan Salons, der vom 31. August bis 8. September in Düsseldorf stattfindet. Auch für den Rest des Jahres rechnet der Verband nicht mit einer Trendwende. Die Geschäfte blieben schwierig.

In der ersten Jahreshälfte 2013 liefen laut CIVD nur noch 16.777 Caravans von den Produktionsbändern der deutschen Hersteller. Das waren 26,6 Prozent weniger als im gleichen Zeitraum des Vorjahres. Zugleich sank die Zahl der produzierten Reisemobile um 3,6 Prozent auf 22.779 Einheiten. Erstmals seien damit, seitdem es statistische Erhebungen dazu gibt, mehr Reisemobile als Caravans produziert worden.

Vergleichsweise gut liefen die Geschäfte für die Reisemobilhersteller noch in Deutschland. Zwar sank auch hier die Zahl der neu angemeldeten Caravans um 6,1 Prozent auf 10.934. Doch bei den Reisemobilen verzeichnete die Branche einen neuen Verkaufsrekord. Insgesamt wurden 17.029 Reisemobile neu registriert. Das waren 2,9 Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum.

Auf dem Caravan Salon zeigen rund 570 Aussteller in den Düsseldorfer Messehallen Neuheiten und Trends rund um das mobile Reisen. Das Angebot reicht vom Mini-Wohnwagen für 9000 Euro bis zum Luxus-Wohnmobil mit einem Preisschild in Millionenhöhe. Erwartet werden etwa 160.000 Besucher.

( (dpa) )

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