Privater Konsum bringt deutsche Wirtschaft in Schwung

Wiesbaden. Der Konjunkturmotor läuft wieder auf Hochtouren: Nach einem schwachen Winterhalbjahr hat die deutsche Wirtschaft im Frühjahr kräftig an Schwung gewonnen. Getrieben vom privaten und öffentlichen Konsum sowie Nachholeffekten am Bau wuchs das Bruttoinlandsprodukt (BIP) im zweiten Quartal 2013 zum Vorquartal um 0,7 Prozent, teilte das Statistische Bundesamt mit. Das ist das kräftigste Wachstum seit Anfang 2012.

„Die deutsche Wirtschaft hat ein beeindruckendes Comeback hingelegt“, sagte Unicredit-Ökonom Alexander Koch. Damit ist Europas größte Volkswirtschaft auch wieder die Konjunkturlokomotive im Euro-Raum. Positive Impulse kamen vor allem aus dem Inland: Sowohl von den privaten als auch von den öffentlichen Haushalten wurde mehr konsumiert als im Vorquartal.

Zudem zogen die Investitionen deutlich an. Das dürfte an Nachholeffekten liegen: In dem ungewöhnlich langen und kalten Winter musste ein großer Teil der Bauproduktion zurückgestellt werden. Auch der Außenhandel trug zum Wachstum bei: Die Exporte stiegen im Vorquartalsvergleich etwas stärker als die Importe.