Gewerkschaft Ver.di will Streiks der Schleusenwärter ausweiten

Kiel/Brunsbüttel. Die Gewerkschaft Ver.di will den Streik von Schleusenwärtern in der kommenden Woche ausweiten. Das sagte Ver.di-Sprecher Jochen Penke am Sonntag. Demnach sollen von Mittwoch an 600 Schleusenwärter in Kiel, Lauenburg, Stralsund und Rostock die Arbeit niederlegen. Von Donnerstag an soll zudem wieder die Schleuse des Nord-Ostsee-Kanals in Brunsbüttel bestreikt werden. Die Aktionen sollen bis Freitag dauern. Aufgrund der Behinderungen an der Kanalschleuse schickten die Reedereien die Mehrzahl ihrer Schiffe in der vergangenen Woche auf die 400 Kilometer längere Route um Dänemark.

Ver.di befürchtet wegen der Umstrukturierung der Wasser- und Schifffahrtsverwaltung den Abbau von bis zu 3000 der gut 12 000 Stellen. Wenn Bundesverkehrsminister Peter Ramsauer (CSU) nicht aus Stein sei, „ist unser Signal in Berlin angekommen“, sagte Penke. Er fordert Tarifgespräche.