VW meldet Absatzrekord trotz Einbruch in Europa

Wolfsburg. Europas größter Autobauer Volkswagen nimmt mit einem Absatzrekord im Rücken die zweite Jahreshälfte in Angriff. Der DAX-Konzern lieferte in den ersten sechs Monaten des laufenden Jahres 2,91 Millionen Autos seiner Kernmarke VW-Pkw aus und damit 4,4 Prozent mehr als in der ersten Hälfte des Vorjahres, teilten die Wolfsburger mit. Auch wenn das Niveau damit hoch bleibt, ließ jedoch das Tempo nach. Die Manager warnen schon vor den nächsten Monaten, in denen sie sich weiterhin vor allem wegen der Krise in Europa um ihr Geschäft sorgen. Konkurrent PSA aus Frankreich setzte in der ersten Jahreshälfte mit 1,46 Millionen Neuwagen knapp zehn Prozent weniger Pkw ab als vor Jahresfrist.

Mit nur 0,5 Prozent Wachstum für den Einzelmonat Juni stagnierte der Absatz bei der Kernmarke VW zuletzt. Hatte die Fünfmonatsbilanz Ende Mai noch 5,3 Prozent Verbesserung ergeben, kostete der Juni-Dämpfer nun fast einen ganzen Prozentpunkt. Während auf dem wichtigsten Einzelmarkt China das Absatzplus bei 19,4 Prozent lag, betrug das Minus in Europa rund sieben Prozent. Das asiatische Riesenreich steht mit 1,17 Millionen VW-Pkw aus den ersten sechs Monaten inzwischen für gut 40 Prozent des globalen Verkaufs – entsprechend groß ist also die Stütze wenn es läuft, entsprechend groß aber auch die Abhängigkeit.

Mit Blick auf die nächsten Monate warnte Vertriebsvorstand Christian Klingler: „Die Herausforderungen auf den schwierigen Weltmärkten, insbesondere aber die erheblichen Unsicherheiten in Europa, werden uns auch im zweiten Halbjahr maßgeblich begleiten.“