EU-Gericht

Griechen müssen deutschen Abschluss anerkennen

Luxemburg. Wer eine Ausbildung abgeschlossen hat, die es in anderen Länden so nicht gibt, sollte seinen Beruf trotzdem grundsätzlich EU-weit ausüben können. Das geht aus einem Urteil vom Donnerstag des obersten EU-Gerichts in Luxemburg hervor (Rechtssache C-575/11). Im konkreten Fall hatte ein Grieche in Deutschland eine 2,5-jährige Ausbildung zum „Masseur und medizinischen Bademeister“ absolviert. Damit wollte er in Griechenland arbeiten, wo es diesen Beruf aber nicht gibt. Das EU-Gericht gab nun grünes Licht, dass der Masseur zumindest einige Funktionen seines Berufs in Griechenland ausüben könne.