Scheichs aus Katar verkaufen Anteil an Porsche-Holding

Stuttgart. Jetzt hat nur noch die Verwandtschaft das Sagen: Die Familien Porsche und Piëch haben dem Scheichtum Katar seine Anteile an der Porsche-Holding abgekauft – und damit künftig alleiniges Mitspracherecht. Der Staatsfonds hatte sich nach eigenen Angaben von seinem Zehn-Prozent-Anteil an der Holding getrennt. Alle Stammaktien – also alle stimmberechtigten Anteilsscheine – sind nun in Familienbesitz, wie die Porsche Automobil Holding (PSE) am Montag in Stuttgart mitteilte. Zum Kaufpreis der Anteile äußerten sich beide Seiten nicht. „Die Wiedervereinigung aller Stammaktien in den Händen der Familien Porsche und Piëch ist Ausdruck unseres Vertrauens in die Erfolg versprechende Zukunft der Porsche SE als größter Aktionär der Volkswagen AG“, erklärte Aufsichtsratschef Wolfgang Porsche.

Das maßgebliche Geschäft der PSE ist die Beteiligung am Volkswagen-Konzern, an dem sie etwas mehr als die Hälfte der Stimmrechte und knapp ein Drittel des Kapitals hält.

Analysten hatten den Verkauf schon seit Längerem erwartet. VW-Titel legten um mehr ein Prozent zu, Porsche-Papiere gewannen knapp ein halbes Prozent. Der jüngste Verkauf der Porsche-Aktien sei die Folge der Komplettübernahme des Autobauers Porsche durch VW 2012, hieß es. Nach einer Übernahmeschlacht zwischen Porsche und VW war der Sportwagenbauer im Juli 2012 unter dem Dach der Wolfsburger gelandet. Übrig blieb die Porsche-Holding SE, die von den Familien Piëch und Porsche kontrolliert wird. Katar war im August 2009 bei der Porsche SE eingestiegen.