Lange Kontonummern noch kaum genutzt

Frankfurt. Mit wachsender Sorge beobachtet die Deutsche Bundesbank die zögerliche Einführung der neuen EU-Regeln für Zahlungsüberweisungen (Sepa). "Ich verrate kein Geheimnis, wenn ich sage, dass die Umstellung auf Sepa bei einigen Nutzergruppen noch sehr schleppend verläuft. Insbesondere bei kleinen und mittelständischen Firmen sowie bei den Vereinen muss ein erheblicher Rückstand aufgeholt werden", sagte Bundesbank-Präsident Jens Weidmann.

Von Februar 2014 an gelten die Regeln des einheitlichen Euro-Zahlungsverkehrsraums für inländische und EU-weite Zahlungen auch in Deutschland. Sepa soll den bargeldlosen Zahlungsverkehr in Europa einfacher und schneller machen. Mit Sepa lösen europaweit einheitliche Kontonummern mit 22 Stellen (IBAN) die alten Zahlenkombinationen ab - auch für Transfers im Inland. Die IBAN besteht aus einem Ländercode (für Deutschland: DE) und einer zweistelligen Prüfziffer. Danach folgen die Bankleitzahl und die vertraute Kontonummer. Im Gegenzug fallen die deutsche Bankleitzahl und die europäische Bankleitzahl BIC weg. Die deutsche Wirtschaft sei jedoch weit davon entfernt, sich auf die Umstellung vorzubereiten, warnt auch Bundesbank-Vorstand Carl-Ludwig Thiele.