Tarifverhandlungen im Hamburger Einzelhandel ergebnislos vertagt

Hamburg. Im Tarifkonflikt im Hamburger Einzelhandel ist noch kein Ende in Sicht. Die Verhandlungen für die 70.000 Beschäftigten sind am Montag ergebnislos auf den 1. August vertagt worden. Die Gewerkschaft Ver.di kündigte an, ihre Kampfmaßnahmen auszudehnen. In der vergangenen Woche hatten an mehreren Tagen Beschäftigte in verschiedenen Betrieben gestreikt. "Die Verhandlung hat leider gezeigt, dass die Arbeitgeber dieses Signal noch nicht verstanden haben", sagte Ver.di-Verhandlungsführer Arno Peukes. "Deshalb werden wir jetzt beraten, wie wir den Arbeitgebern eine deutlichere Hörhilfe geben können."

Ver.di fordert Einkommensverbesserungen von 150 Euro im Monat für die Beschäftigten und 90 Euro für Auszubildende. Die Löhne im Einzelhandel seien so gering, dass immer mehr Beschäftigte auf zusätzliche staatliche Leistungen angewiesen seien. Die Arbeitgeber argumentieren, dass ihre Ertragslage derartige Lohnsteigerungen nicht hergeben.