Bahn nicht mehr unter Verdacht der Korruption

Frankfurt. Die Staatsanwaltschaft Frankfurt hat ihre Ermittlungen zum Korruptionsverdacht bei der Bahn-Tochter DB Energie eingestellt. Oberstaatsanwältin Doris Möller-Scheu bestätigte am Mittwoch einen entsprechenden Bericht der "Magdeburger Volksstimme". Ermittelt worden war gegen jeweils drei Mitarbeiter von DB Energie und des Magdeburger Energielieferanten Getec AG.

Ein Gutachten einer Wirtschaftsprüfungsgesellschaft habe den Verdacht zerstreut, dass Bahnbeschäftigte bestochen wurden, damit Aufträge in Millionenhöhe an Getec gehen. Die Verdächtigen seien unschuldig, sagte die Oberstaatsanwältin. Der Deutschen Bahn sei kein Schaden entstanden.

Das Verfahren war Mitte vergangenen Jahres eingeleitet worden. Die Ermittler durchsuchten dabei unter anderem Firmen- und Privaträume. Im Visier standen Verträge für die Lieferung von Wärme, insbesondere die Preisberechnung. Die Getec AG zeigte sich in einer Mitteilung von der Einstellung des Ermittlungsverfahrens erleichtert, das nach einer anonymen Anzeige ins Rollen gekommen sei.

Die DB Energie hat mehr als 1600 Mitarbeiter und einen Umsatz von jährlich rund 2,8 Milliarden Euro. Damit ist die Bahn-Tochter der fünftgrößte Energieversorger in Deutschland und liefert täglich unter anderem den Strom für etwa 20.000 Züge.