Moleskine startet erfolgreich an Mailänder Börse

Mailand. "Einen Pass zu verlieren war das geringste aller Übel - ein Notizbuch zu verlieren war eine Katastrophe." Diese Zeilen schrieb der britische Reiseschriftsteller Bruce Chatwin (1940-1989) in seinem Roman "Traumpfade" aus dem Jahr 1987. Mittlerweile haben die kleinen Bücher aus Papier zwar elektronische Konkurrenz bekommen. Viele nutzen ihr Smartphone oder Notebook, um Ideen festzuhalten. Doch die klassischen Notizbücher von Moleskine sind nicht verschwunden.

Der italienische Notizbuchhersteller Moleskine hat am Mittwoch sein Börsendebüt gegeben. Die Aktien legten an der Mailänder Börse zunächst spürbar zu und pendelten sich später um den Ausgabepreis von 2,30 Euro ein. Mit den Papieren sammelte Moleskine 270 Millionen Euro ein. Schon vor dem Börsengang waren die Aktien um das 3,6-Fache überzeichnet.

Moleskine ist für seine schwarzen Notizbücher mit abgerundeten Ecken und Gummiband bekannt. Das Unternehmen verkauft aber auch andere Produkte wie Kalender. 2012 legte der Umsatz um 17 Prozent auf gut 78 Millionen Euro zu. Der Gewinn kletterte um fast ein Viertel auf gut 18 Millionen Euro. Hinter Moleskine stehen die Finanzinvestoren Syntegra Capital und Index Ventures. Mit dem Emissionserlös wollen die Italiener unter anderem künftiges Wachstum finanzieren und Schulden abbauen.