Post-Rivale TNT Express streicht weltweit 4000 Arbeitsplätze

Amsterdam. Dem angeschlagenen Logistikkonzern TNT Express drohen nach der geplatzten Übernahme durch den US-Wettbewerber UPS harte Einschnitte. In den kommenden drei Jahren will das Management 4000 Arbeitsplätze streichen, um den Konkurrenten der Deutschen Post wieder in die Gewinnzone zu bringen. TNT will sich künftig auf das Europa-Geschäft konzentrieren. Hier soll allerdings auch der Großteil der Kürzungen stattfinden. Die TNT-Spitze will die Konzernstrukturen straffen und die Ableger in China und Brasilien abstoßen, teilte der niederländische Konzern am Montag mit.

TNT hatte bereits im Februar erhebliche Einsparungen angekündigt und Stellenstreichungen nicht ausgeschlossen. Zwei Drittel der betroffenen 4000 Jobs befinden sich in Europa. Weltweit beschäftigte TNT Express Ende 2012 knapp 69.000 Menschen. Mit den Kürzungen, der Trennung von Verlustbringern und den Umbaumaßnahmen wie der Zusammenlegung von Frachtdepots will die Konzernspitze bis 2015 nachhaltige Einsparungen von 220 Millionen Euro erreichen. Dazu will TNT möglicherweise auch Teile der europäischen Flugzeugflotte verkaufen.

Als Grund für die Einschnitte führte die TNT-Führung um Übergangschef Bernard Bot "schwierige Geschäftsbedingungen und einen anhaltenden Preisdruck" an. Die EU-Kommission hatte im Januar die 5,2 Milliarden Euro schweren Fusionspläne zwischen UPS und TNT gestoppt, weil sie Gefahren für den Wettbewerb in Europa sah.

( (dpa) )

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