Schlichter soll Tarifkonflikt für Flugsicherheitspersonal lösen

Hamburg. Der Tarifstreit zwischen dem Sicherheitspersonal am Hamburger Flughafen und den Arbeitgebern ist doch noch nicht beigelegt. Mit einem klaren Votum von 75 Prozent forderten die Mitglieder der Gewerkschaft Ver.di eine Schlichtung. In der Vorwoche hatten beide Seiten noch einen Tarifabschluss mit einem Lohnzuwachs von 15 Prozent für die 600 Beschäftigten bekannt gegeben. Der Stundenlohn für die Beschäftigten in der Personen- und Gepäckkontrolle sollte in zwei Schritten auf 13,60 Euro angehoben werden: Von April 2013 auf 13,10 Euro; nach einem weiteren Jahr auf 13,60 Euro.

"Ein Grund für die Entscheidung liegt in der strukturellen Verschlechterung des neuen Angebotes vom 11. März", erklärte Ver.di-Verhandlungsführer Peter Bremme am Montag. Die Löhne im ersten Angebot der Arbeitgeber sollten schon im Januar 2014 steigen, im neuen Angebot klettern sie erst von April 2014 an. "Diese Verschlechterung hat viele unserer Mitglieder irritiert", so Bremme. Ver.di versprach, dass es in der Hansestadt keine neuen Arbeitsniederlegungen geben soll.

Die Arbeitgeber reagierten mit "großer Verärgerung". Es sei völlig unverständlich, dass eine Gesamterhöhung von 15 Prozent binnen eines Jahres abgelehnt werde, sagte Harald Olschok, Hauptgeschäftsführer des Bundesverbandes der Deutschen Sicherheitswirtschaft.

( (dpa) )

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