Rewe will sich von ProMarkt trennen

Köln. Der Handelskonzern Rewe will offenbar seine defizitäre Elektronikkette ProMarkt möglichst bald loswerden. Rewe-Chef Alain Caparros dringe auf eine schnelle Trennung von ProMarkt, berichtet die "Lebensmittel Zeitung". Vor Kurzem soll ein Verkaufsprospekt verschickt worden sein. In Branchenkreisen sei allein für das Jahr 2011 von einem Verlust von rund 40 Millionen Euro die Rede. Damit sei ProMarkt der zweitgrößte Verlustbringer im Kölner Konzern nach der Discounttochter Penny.

Rewe soll dem Zeitungsbericht zufolge zuvor Pläne für ein Gemeinschaftsunternehmen von ProMarkt mit dem Konkurrenten Expert verworfen haben. Es sei darum gegangen, die zuletzt noch 68 ProMarkt-Standorte schrittweise an den Langenhagener Verbund abzugeben. Dieser Prozess hätte sich aber über mehrere Jahre hinziehen können. Das soll dem Rewe-Chef zu lang gewesen sein, der einen Schlussstrich unter das Kapitel ProMarkt ziehen wolle. Nun sei ein Einzelverkauf von Standorten vorgesehen. Zu dem Bericht wollten sich weder Rewe noch die Expert AG äußern.