Möglicher Schaden durch Insolvenzen in Hamburg hat sich verdreifacht

Hamburg. Die Forderungen der Gläubiger an insolvente Hamburger Unternehmen haben sich im vergangenen Jahr auf 2,54 Milliarden Euro belaufen. Der mögliche wirtschaftliche Schaden durch Firmenpleiten habe sich damit im Vergleich zum Vorjahr mehr als verdreifacht, teilte das Statistikamt Nord am Mittwoch in der Hansestadt mit. Die Ursache liegt in der Größe der insolventen Unternehmen. 2012 mussten 17 Firmen mit Verbindlichkeiten von mindestens 25 Millionen Euro Insolvenz anmelden; 2011 waren es nur zwei. Die Summe ist der höchstmögliche Schaden, falls die Gläubiger - Lieferanten, Kreditgeber, Vermieter, Arbeitnehmer, Kunden und Sozialversicherungen - komplett leer ausgehen, was in der Regel nicht der Fall ist. Je Insolvenzfall belief sich der potenzielle Schaden auf 3,25 Millionen Euro. Mit 4100 Beschäftigten drohten rund 50 Prozent mehr Arbeitnehmern der Verlust ihres Arbeitsplatzes.