Unternehmen wollen 150.000 neue Jobs schaffen

Berlin. Trotz Konjunkturflaute wollen die deutschen Unternehmen 2013 das achte Jahr in Folge neue Stellen schaffen. "Das gab es seit der Wiedervereinigung noch nie und in der Bundesrepublik zuletzt zu Zeiten des Wirtschaftswunders 1950 bis 1965", sagte der Chefvolkswirt des Deutschen Industrie- und Handelskammertages (DIHK), Alexander Schumann. Die Zahl der Erwerbstätigen werde um 150.000 steigen, prognostizierte der Verband nach einer Umfrage unter 28.000 Mitgliedsfirmen.

Allerdings dürfte die Zahl der Arbeitslosen trotzdem leicht um 4000 auf 2,94 Millionen steigen. Grund: Der Stellenzuwachs speist sich vor allem aus Zuwanderern aus Europa und der "stillen Reserve" - also beschäftigungslosen Personen, die nicht arbeitslos gemeldet waren. "Der Jobmotor läuft auch in diesem Jahr rund, wenn auch mit niedrigerer Drehzahl", sagte Schumann. 2012 wurden noch mehr als 420.000 neue Stellen geschaffen.