Windanlagenbauer Nordex erzielt Auftragsrekord

Hamburg. Die Hamburger Nordex-Gruppe hat 2012 so viele Aufträge wie noch nie bekommen. Das Neugeschäft erhöhte sich um 14,6 Prozent auf den Rekordwert von 1,23 Milliarden Euro, teilte der Hersteller von Windkraftanlagen am Dienstag mit. Gleichzeitig erklärte das Unternehmen, dass es für 2012 mit Einmalaufwendungen von 60 bis 75 Millionen Euro im Zusammenhang mit Strukturanpassungen in den USA und China rechne. Die Auslandsorganisationen sind zu gering ausgelastet und müssen auf eine nachhaltig profitable Basis gestellt werden.

Wie bereits berichtet, wird zunächst die Produktion von Rotorblättern in China eingestellt. Von den 160 Stellen fallen 130 weg. Unklar ist, ob die Produktion im amerikanischen Jonesboro (Arkansas) fortgesetzt wird. Einzelheiten zur Restrukturierung sollen "zeitnah" veröffentlicht werden, hieß es. Immerhin ist Nordex mit einem ersten Großauftrag aus Uruguay der Eintritt in den südamerikanischen Markt gelungen. Seine besten Geschäfte macht das Unternehmen allerdings in der Kernregion Europa, dem Nahen Osten und Südafrika. Erst kürzlich haben die Hamburger hier Lieferverträge für zwei Windparks mit einer Gesamtleistung von 180 Megawatt unterschrieben.

Die Prognose für die operative Ergebnismarge von rund einem Prozent (Ebit vor Einmalaufwendungen) werde eingehalten, heißt es in der Mitteilung. Nordex verfüge über eine solide Bilanz; die Nettoliquidität betrage rund 50 Millionen Euro, und die Eigenkapitalquote liege auf einem stabilen Niveau von rund 30 Prozent.

( (dpa/mk) )

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