Vattenfall senkt Abfindungen für Top-Manager

Stockholm. Die Empörung über "Fantasie"-Abfindungen an deutsche Top-Manager beim Energiekonzern Vattenfall hat Konsequenzen. Wie das schwedische Staatsunternehmen am Freitag in Stockholm mitteilte, können Mitarbeiter an der Spitze künftig nur noch maximal zwei Jahreseinkommen als Abfindung erhalten. Bonuszahlungen soll es nicht mehr geben.

Im vergangenen Jahr hatte auch Schwedens Regierung als Eignerin moniert, dass der zeitweilige Chef der deutschen Tochter Vattenfall Europe, Hans-Jürgen Cramer, nach nur fünf Monaten Amtszeit Anspruch auf 2,3 Millionen Euro Abfindung hatte. 2007 bekam Vorgänger Klaus Rauscher 5,5 Millionen Euro überwiesen, nachdem er wegen der Pannenserien in den Atomkraftwerken Krümmel und Brunsbüttel den Hut nehmen musste.

Grundlage für die Zahlungen waren nach Firmenangaben auf fünf Jahre befristete Verträge mit vollem Gehaltsanspruch bei vorzeitigem Ausscheiden. Auch Bonuszahlungen hat Vattenfall abgeschafft: Bei keinem der 16 Top-Manager einschließlich der Spitze von Vattenfall Europe in Berlin gebe es noch "variable Entgelte".

( (dpa) )

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