Hamburg sieht keine Risiken wegen Griechen-Schulden

Brüssel/Hamburg. Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) sieht die Rettung Griechenlands vor einer Staatspleite auf einem guten Weg. Die europäischen Staats- und Regierungschefs haben auf ihrem Treffen in Brüssel ein weiteres milliardenschweres Hilfsprogramm für das Land im Grundsatz beschlossen. Die Zusage sei eine "wichtige politische Einigung für die Stabilisierung des Euro", sagte die Kanzlerin. Die Spitzenpolitiker wählten außerdem den Italiener Mario Draghi zum neuen Präsidenten der Europäischen Zentralbank (EZB).

Wie am Freitag bekannt wurde, muss sich Hamburg wegen der Schuldenkrise nicht auf finanzielle Verluste einstellen. Die Hansestadt habe keine Anleihen der Risikoländer Griechenland, Irland, Portugal und Spanien, sagte der stellvertretende Sprecher der Finanzbehörde, Björn Domroese. Hamburg besitze aber italienische Anleihen.

Unterdessen sehen Experten die deutsche Wirtschaft sogar als einen Profiteur der Griechenland-Krise. Seit deren Beginn haben sich wichtige Daten verbessert. So ist die Wirtschaftsleistung auch wegen der niedrigen Zinsen kräftig gewachsen, die Arbeitslosigkeit ist gesunken, und der private Konsum hat spürbar zugelegt. Dabei bleibt Hamburg nach Bayern und Baden-Württemberg das wirtschaftsstärkste Bundesland, wie eine Studie der Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft und der "Wirtschaftswoche" ergab.