Vattenfall zahlt Mitarbeitern 3,4 Prozent mehr

Hamburg. Die rund 16 000 Beschäftigten des Energiekonzerns Vattenfall Europe, davon rund 3500 in Hamburg, bekommen mehr Geld. Nach Angaben des Landesbezirks Nordost der Industriegewerkschaft Bergbau, Chemie, Energie (IG BCE) wurde gestern in der vierten Runde der Tarifverhandlungen in Berlin ein Abschluss erzielt. Die Einigung sehe vor, dass die Einkommen der Beschäftigten rückwirkend zum 1. Januar um 3,4 Prozent steigen, sagte Verhandlungsführer Michael Winkler. Der Tarifvertrag habe eine Laufzeit von 13 Monaten. Die gemeinsame Konzerntarifkommission der drei verhandelnden Gewerkschaften IG BCE, Ver.di und IG Metall stimmte laut Winkler der Einigung bereits zu.

Der Vereinbarung ging ein hartes Pokern voraus. Die Gewerkschaft IG Metall forderte eine Erhöhung um 6,5 Prozent. Vor der vierten Tarifrunde stellte Ver.di zudem der Vattenfall-Geschäftsführung ein Ultimatum. Bis zum 9. Februar müsse "ein einigungsfähiges Angebot" auf dem Tisch liegen, ansonsten gebe es Warnstreik. Vattenfall wollte die Zahlen gestern weder bestätigen noch dementieren. Auch nach dem Abschluss droht den Beschäftigten des Konzerns ein Personalabbau. Denn Vattenfall-Chef Øystein Løseth will die Kosten des schwedischen Unternehmens um 648 Millionen Euro senken. Die deutschen Standorte müssen ebenfalls dazu beitragen.