Aktienmarkt

Mit dem Elektrofahrrad an die Börse

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Der Fahrradhersteller aus Cloppenburg will am 4. Februar an die Börse gehen. Die Aktien sollen zwischen 11,50 Euro und 15,50 Euro kosten.

Frankfut/Main. Das Cloppenburger Unternehmen Derby Cycle, nach eigenen Angaben umsatzstärkster Fahrradhersteller in Deutschland und Marktführer bei E-Bikes, will am 4. Februar an die Börse gehen. Die Aktien sollen zwischen 11,50 Euro und 15,50 Euro kosten. Die Zeichnungsfrist endet am 2. Februar.

Derby Cycle ist mit den Marken Kalkhoff, Raleigh, Rixe, Focus und Univega am Markt in Deutschland und in mehr als 40 Ländern vertreten. Der Umsatz der Gruppe lag im Geschäftsjahr 2009/10 per Ende September bei 173 Millionen Euro, der Gewinn bei 7,5 Millionen Euro. Das Unternehmen gibt die Mitarbeiterzahl mit rund 550 an.

Firmenchef Mathias Seidler erklärte, vor allem der Markt für Elektrofahrräder der Bauart Pedelec, bei der das Treten von einem Elektromotor unterstützt wird, stehe vor einer großen Expansion. Sein Unternehmen sei mit mehr als 20 Prozent Anteil bereits Marktführer bei E-Bikes in Deutschland. Von geschätzt in diesem Jahr verkauften 200.000 E-Fahrrädern kämen 41.000 von Derby Cycle. Bis 2018 könne sich der Umsatz mit Elektrorädern verdreifachen.

Eigentümer von Derby Cycle sind bisher das Beteiligungsunternehmen Finatem zu 85 Prozent und – als Resultat eines Management-Buy-outs – Firmenchef Seidler mit 13 Prozent und ein nicht namentlich genanntes Mitglied des Managements mit 2 Prozent. Von den angebotenen 6.840.000 Aktien dienen 1,5 Millionen einer Kapitalerhöhung um 1,5 Millionen Euro. Sie soll bei der weiteren Expansion des Unternehmens helfen.

Der Rest der Einnahmen von – bei einem mittleren Aktien-Verkaufspreis – über 20 Millionen Euro geht an die bisherigen Eigentümer. Nach dem Börsengang soll Derby Cycle zu 91,2 Prozent in Streubesitz sein. Seidler hält dann noch 8 Prozent, der ungenannte Manager 0,8 Prozent.

( (dapd) )

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