Rolls-Royce lässt alle defekten Triebwerke im A380 ausbauen

London. Der britische Flugzeugmotorenhersteller Rolls-Royce will die Probleme mit Triebwerken des Super-Airbus A380 mit einem aufwendigen Reparaturprogramm lösen: Nach Informationen der Nachrichtenagentur AP sollen defekte Triebwerke der Baureihe Trent 900 ausgebaut und vorübergehend mit neuen ersetzt werden. Nachdem die Öllecks behoben seien, würden die reparierten Triebwerke wieder in den betroffenen A380 eingebaut, verlautete aus Rolls-Royce-Kreisen.

Die Lufthansa und Singapore Airlines, die ebenfalls A380 mit Trent-900-Triebwerken haben, haben nach dem Zwischenfall mit einem A380 der australischen Fluggesellschaft Qantas eigene Überprüfungen vorgenommen. Bis auf einen Super-Airbus der Singapore Airlines sind alle wieder im Flugbetrieb, hieß es. Qantas hat dagegen seine sechs A380 aus dem Flugplan genommen, nachdem bei Untersuchungen an drei Triebwerken drei verschiedener Flugzeuge Öllecks entdeckt wurden. Bei dem ersten Zwischenfall am 4. November musste ein A380 in Singapur mit Beschädigungen notlanden.

Lufthansa-Sprecher Thomas Jachnow wollte sich zu dem Austauschplan für defekte Triebwerke nicht äußern. Er verwies darauf, dass die Lufthansa-Techniker im engen Kontakt mit Rolls-Royce stünden. Heute erhalte die Lufthansa wie geplant ihren vierten A380, weitere vier folgen in der ersten Hälfte des kommenden Jahres. Insgesamt werde die Lufthansa 15 A380 haben, alle mit Trent-900-Triebwerken.