Rekord-Teuerung

2,2 Millionen Prozent Inflationsrate in Simbabwe

Die Geldentwertung in Simbabwe ist einmalig hoch. 2006 überschritt die Teuerung die 1000 Prozent-Marke. Seitdem ist die Inflationsrate in dem armen Land unaufhörlich gestiegen. Die Zentralbank hat die aktuelle Rate mit 2,2 Millionen Prozent angegeben. Kritiker halten die Zahlen für geschönt.

Die Inflation in Simbabwe hat nach offiziellen Angaben 2,2 Millionen Prozent erreicht. Diese jährliche Preissteigerung gab Zentralbank-Gouverneur Gideon Gono bekannt. „Manche unabhängige Volkswirte sagen, unsere Inflation liege bei jährlich sieben Millionen Prozent, aber dem Zentralen Statistikamt zufolge sind es 2,2 Millionen Prozent.“ Die letzte amtliche Zahl von 164.900 Prozent für den Februar war im April veröffentlicht worden.


Simbabwe leidet unter hoher Armut, Arbeitslosigkeit und chronischen Problemen bei der Nahrungsmittel- und Treibstoffversorgung. Kritiker machen Misswirtschaft unter Präsident Robert Mugabe für die seit Jahren andauernde Wirtschaftskrise verantwortlich.


Die Geschwindigkeit der Geldentwertung in dem afrikanischen Land ist auch historisch ungewöhnlich. So erreichte die Inflation in Deutschland in den Jahren nach dem Ersten Weltkrieg bis 1923 nach Angaben der Bundesbank rund 5000 Prozent.

In Simbabwe überschritt die Teuerung erstmals 2006 die Schwelle von1000 Prozent und ist seitdem unaufhörlich weiter gestiegen. Damals erlebte die ehemalige Kornkammer Afrikas ihr achtes Rezessionsjahr und war nach Angaben der Weltbank die am schnellsten schrumpfende Volkswirtschaft außerhalb eines Kriegsgebiets.

Quelle: Welt Online