EU-Kommission treibt Ausbau des schnellen Internets voran

Brüssel. In drei Jahren soll nach Brüsseler Plänen jeder Europäer eine schnelle Internetverbindung nutzen können. Das sieht ein Gesetzesentwurf der EU-Kommission vor, den die zuständige Kommissarin Neelie Kroes gestern vorstellte. Um dieses Ziel zu erreichen, müsse das europäische Glasfaserkabelnetz weiter ausgebaut werden. Damit können Daten schneller und besser als bei herkömmlichen Internetverbindungen übertragen werden.

Monopole von Telekomkonzernen in den Mitgliedstaaten sollen nicht erlaubt sein. "Europa braucht Wettbewerb. Wettbewerb hält uns alle wach", sagte Kroes. Für die Umsetzung des Gesetzes bedarf es noch der Zustimmung des EU-Parlaments und des EU-Ministerrats, in dem die 27 Mitgliedsländer vertreten sind. Nach Schätzungen der Kommission kostet ein Ausbau des Breitbandnetzes in Europa zwischen 180 und 270 Milliarden Euro.