Anzeigen-Sonderveröffentlichung

Fernstudium - Zeit für Bildung ist Zeit für Zukunft

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Foto: ZFH

Ein Fernstudium ist ideal, um sich nebenberuflich weiterzubilden – die ZFH vermittelt Studierende an die geeignete Hochschule

Der Grund für Julia Hinkel, sich für das Traineeprogramm im Bereich Marketing ihres derzeitigen Arbeitgebers zu bewerben, war das Angebot, berufsbegleitend einen Fernstudiengang in Sozialkompetenz belegen zu können. „Zwei Semester dauerte diese Weiterbildung mit Präsenzphasen an Wochenenden“, sagt sie. Ihr Arbeitgeber hatte das erste Semester über die Zentralstelle für Fernstudien an Fachhochschulen (ZFH) gebucht. „Das zweite Semester habe ich selbst organisiert“, sagt die 26-Jährige, die in Baden- Württemberg lebt und ihr Fernstudium an einer Fachhochschule in Hessen belegte. „Die ZFH schickte mir einfach einen Antrag mit der Bitte um Rückmeldung.“

Zehnjähriges Jubiläum

Auf zehn Jahre erfolgreiche Arbeit im ZFH-Fernstudienverbund kann die Zentralstelle für Fernstudien mittlerweile zurückblicken. Im Jahr 1998 wurde zwischen den Bundesländern Rheinland-Pfalz, Hessen und dem Saarland ein Staatsvertrag ratifiziert, der die länderübergreifende Zusammenarbeit der Fachhochschulen für Fernstudiengänge regelt. Der erste Fernstudiengang, Informatik, startete in Kooperation mit der FH Trier mit 74 Studierenden. Heute profitieren über 2300 Studierende von den insgesamt 16 Fernstudienangeboten, die an den 13 Fachhochschulen des Verbundes angeboten werden.

Über die drei Verbund-Länder hinaus bestehen zusätzlich Kooperationen mit weiteren Fachhochschulen aus Bayern, Brandenburg und Nordrhein- Westfalen. Die Fernstudiengänge sind betriebswirtschaftlicher, technischer und sozialwissenschaftlicher Natur und können auch in Form ausgewählter Module belegt werden. Die Abschlüsse reichen von Hochschulzertifikaten über Diplomabschlüsse bis hin zu anerkannten Bachelor- und Master-Titeln.

Administration und Beratung

Die insgesamt 16 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Zentralstelle widmen sich Administrations- und Beratungsaufgaben. „Wir beraten sowohl Hochschulen als auch Studierende“, sagt Professor Ralf Haderlein, Leiter der ZFH. „Zudem gehören Marketing sowie Öffentlichkeitsarbeit, Studienverwaltung und die Begleitung sowie Beratung der Fachhochschulen in Fragen Fernstudium zu unseren Aufgaben.“

Der Vorteil liegt auf der Hand: Die Fachhochschulen können sich so auf ihre eigentliche Aufgabe, Lehre und Forschung, konzentrieren. Und für die Studierenden bedeutet es, eine zentrale Anlaufstelle zu haben, wenn sie ein Fernstudium aufnehmen möchten. „Wir übernehmen auch die Erstberatung“, so Professor Haderlein. „Und prüfen, ob die Qualifikation reicht, um einen Studiengang aufnehmen zu können. Zudem beraten wir, in welchem Bundesland man was zu welchen Bedingungen studieren kann.“ So müssten sich die Studierenden nicht mit der Dreiländerregelung auseinandersetzen, denn die Hochschulzugangsberechtigung ist von Bundesland zu Bundesland verschieden. „Das schulden wir der Dezentralisierung der Bildungspolitik“, so Haderlein.

Beratung der Hochschulen

Ein weiteres Standbein ist die beratende Tätigkeit für Hochschulen: Wie entwickelt man Fernstudiengänge und wie können E-Learning und Onlinekurse den Studiengang begleiten? „Zudem leiten wir die Hochschulen dabei an, enger mit Unternehmen zusammenzuarbeiten, um deren Bedürfnisse zu erkennen.“ Unternehmen würden den Vorteil von Fernstudiengängen als Weiterbildungsmaßnahme immer mehr zu schätzen wissen. „Der Theorie- Praxis-Transfer ist wesentlich intensiver.“ Und in der Tat – während des begleitenden Studiums müssen die Unternehmen nicht auf ihre Mitarbeiter verzichten und profitieren in der Praxis unmittelbar von der theoretischen Auseinandersetzung mit der Materie. „Die Unternehmer sagen ‚Spannend, wie sich die Praxis durch einen Fernstudiengang ändert und die Führungskraft ihr Handeln reflektiert“, sagt Ralf Haderlein.

„Warum sollte man mit Hauptschulabschluss nicht Direktor werden können?“


Nach den ersten erfolgreichen zehn Jahren will sich die ZFH jedoch nicht auf ihren Lorbeeren ausruhen. Die Ausweitung des Fernstudiums steht ebenso auf der Agenda wie ein noch stärkerer Zuschnitt auf die Bedürfnisse von Unternehmen. Aber auch die Anreicherung von dualen Bildungsangeboten ist ein Ziel, das Professor Haderlein am Herzen liegt. Vorstellbar sei ein Fernstudium mit Online-Begleitung für Auszubildende, die einen doppelten Bildungsabschluss erreichen wollen.

„Eine unserer dringendsten Aufgaben ist es jedoch, die Menschen bei ihrer Bildungsbiografie zu unterstützen“, sagt Haderlein. „Warum sollte jemand mit Hauptschulabschluss nicht Direktor werden können?“

Diesem Thema wird bei der Jubiläumsveranstaltung dann auch besondere Aufmerksamkeit gewidmet. „Durchlässigkeit von beruflicher und akademischer Bildung“, lautet das Thema, über das sich Weiterbildungsexperten in einem Podiumsgespräch austauschen werden. „Denn nicht die eigene Familiensituation darf entscheiden, wann eine Bildungskarriere zu Ende ist.“


Weitere Informationen: www.10-jahre-zfh.de

Quelle: Welt Online

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