Institute erwarten stärkeres Wachstum

München. Rund zwei Jahre nach dem Ausbruch der globalen Finanzkrise sehen Konjunkturforscher die deutsche Wirtschaft wieder unter Volldampf. Die Konjunktur gewinne an Fahrt und mache bisherige Wachstumsprognosen hinfällig, erklärten das Münchner Ifo-Institut und das Essener Institut RWI.

Beide Institute korrigierten gestern ihre Wachstumsprognosen nach oben. Auch auf dem Arbeitsmarkt setzt sich nach Experteneinschätzung die Entspannung fort. Zuversicht herrscht auch bei Verbrauchern, obwohl sie mit sinkenden Einkommen rechnen, wie die jüngste GfK-Konsumklimastudie ergab.

Nach zunächst vorsichtigeren Prognosen rechnet das Ifo-Institut inzwischen für 2010 mit einem Wirtschaftswachstum von 2,1 Prozent. Für 2011 erwarten die Ökonomen wegen der Sparpläne der Bundesregierung zwar einen Dämpfer. "Dem steht jedoch das positive Signal gegenüber, dass der deutsche Staat seine Haushalte im Einklang mit der Schuldenbremse zu sanieren beginnt", hieß es. Insgesamt sei 2011 ein Wachstum von 1,5 Prozent zu erwarten.

Mit einem höheren Wachstum in diesem Jahr rechnet auch das Wirtschaftsforschungsinstitut RWI. Es geht für das laufende Jahr von einem Plus von 1,9 Prozent aus. Für 2011 erwarten die Ökonomen ein Plus von 1,7 Prozent, nach bislang 1,6 Prozent.