Kodak stellt nun auch die Produktion von Diafilmen ein

Rochester. Die Insolvenz zwingt Kodak zu weiteren harten Einschnitten: Die traditionsreiche US-Fotofirma stellt nach den Kameras auch die Diafilme ein. Zudem verkauft der Konzern seine Online-Plattform Kodak Gallery für 23,8 Millionen Dollar (18 Millionen Euro) an den Rivalen Shutterfly. Auf der Plattform können Nutzer ihre Fotos speichern, sie anderen zeigen oder ausdrucken lassen.

Bei den Diafilmen dürfte die Fangemeinde nach dem Siegeszug der Digitalfotografie deutlich geringer gewesen sein. Die Nachfrage sei immer weiter zurückgegangen, begründete Kodak die Einstellung der Produktion, mit der eine Ära zu Ende geht. Den ersten Diafilm im geläufigen Kleinbildformat hatte Kodak 1936 herausgebracht.

Kodak hatte das Angebot an Diafilmen bereits stark zurückgefahren und den Klassiker Kodachrome 2009 aus dem Programm genommen. Kodak schätzt, dass die Bestände noch für sechs bis neun Monate reichen werden. Negativfilme werde es jedoch weiterhin geben, ebenso wie die Chemie zum Entwickeln von Diafilmen.