Bigpoint sucht für Hamburg 150 neue Mitarbeiter

Bürgermeister Olaf Scholz besucht Spieleentwickler

Hamburg. Mit ein paar Klicks probiert Bürgermeister Olaf Scholz (SPD) das Spiel gleich mal aus. "Es funktioniert", freut er sich, als er gestern bei seinem Besuch des Hamburger Spieleentwicklers Bigpoint Farmerama testet. Hier kann jeder Bauer spielen: Kühe melken, Schweine füttern oder die Ernte einfahren. Damit das nicht nur am PC oder Notebook möglich ist, wurde das Internetspiel jetzt so angepasst, dass es auch auf iPhone oder iPad läuft. "Das wird der neue Trend, daran arbeiten wir verstärkt auch bei anderen Spielen", sagt Geschäftsführer Heiko Hubertz.

Spezielle Programme müssen für diese Spiele nicht mehr installiert werden. Sie funktionieren über Apps oder können einfach im Internetbrowser aufgerufen werden. Monatlich nutzen drei Millionen Spieler allein das kostenlose Spiel Farmerama. 70 kostenlose Browserspiele sind insgesamt im Angebot. Wer schneller zum Ziel des Spiels kommen will, kann sich virtuelle Zusatzelemente kaufen. Nur zehn Prozent der Nutzer machen das. Dennoch geht das Geschäftsmodell von Bigpoint auf. Die größten Spiele der Firma können in 30 verschiedenen Sprachen weltweit genutzt werden. 245 Millionen Nutzer haben sich weltweit auf der Spieleplattform registriert.

In der Entwicklungsabteilung sieht Scholz, wie gerade das Brettspiel Mister X von Ravensburger auf das Internetformat zugeschnitten wird. "So können Brettspiele für neue Zielgruppen erschlossen werden", sagt Hubertz.

Noch bietet der Firmensitz An der Drehbahn Platz für 200 neue Beschäftigte. Doch die Kapazitätsgrenze könnte schnell erreicht sein. Allein in diesem Jahr will Bigpoint 150 Mitarbeiter in Hamburg einstellen. Das Unternehmen sucht Programmierer und Grafiker. 650 arbeiten bereits in der Hansestadt. Eine Aufstockung des denkmalgeschützten Gebäudes ist nicht möglich. Weltweit beschäftigt das Unternehmen 850 Arbeitnehmer. Insgesamt will Bigpoint in diesem Jahr um 300 Mitarbeiter wachsen. Weitere Niederlassungen in Großbritannien, Frankreich und Spanien sind für 2012 geplant. Im vergangenen Jahr kam ein Büro im brasilianischen São Paulo hinzu. Das Unternehmenskonzept ist ein Exportschlager.